Soziologen

Ruud Koopmans

Ruud Koopmans

Niederländischer Sozialwissenschaftler
Seit 2007 Leiter der Abteilung Migration, Integration und Transnationalisierung (WZB, Berlin)

Ruud Koopmans studierte an der Universität Wageningen und Politikwissenschaft an der Universität von Amsterdam. Von 2003 bis 2010 war er Professor für Soziologie an der Vrije Universiteit Amsterdam.

Der niederländische Soziologe und Migrationsforscher Prof. Ruud Koopmans vertritt die Meinung: “Multikulti ist gescheitert.“

Die Niederlande seien damit gescheitert, als sie auf die Kultur der Migranten zugegangen seien. Denn Zuwanderer seien im Vergleich zu Menschen ohne Migrationshintergrund viermal so häufig arbeitslos. Bei der Arbeitsmarktintegration schnitten mit den Niederlanden, Schweden und Belgien gerade die drei Länder am schlechtesten ab, die geringe Anforderungen an Zuwanderer gestellt hätten und ihnen kulturell entgegengekommen seien.

Der Soziologe geht ferner auf den islamischen Terrorismus in Europa ein.

Ruud Kopmans: “Allgemein habe sich die Deutung durchgesetzt, dass er weder etwas mit der Religion noch mit den Herkunftsländern der Migranten zu tun habe. Vielmehr sei die Gesellschaft schuld.“

Er frage sich, warum es dann so viel Gewalt in den islamischen Ländern selbst gebe, wo es keine westlichen militärischen Interventionen gegeben habe. Das Problem des islamischen Extremismus könne erst dann gelöst werden, wenn die Mehrheit der Muslime realisiere, dass sich die eigentlichen Feinde, die den Islam bedrohen, nicht in Jerusalem oder Washington oder unter den europäischen Rechtspopulisten befinden, sondern in ihren Herkunftsländern und in der Mitte ihrer eigenen Gemeinschaften.

Ruud Kopmans bezeichntete schon Ende 2015 die Flüchtlingspolitik Angela Merkels alsabsolute Fehlleistung“ !!!

Quelle:  DE, IDEA, 11.06.2017