Ökonomen

Angus Deaton

Angus Deaton

Britisch-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler (Ökonom)
Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Princeton University
Erhielt 2015 den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften

Deaton studierte Ökonomie an der Cambridge University (B.A., 1967; M.A., 1971) und wurde dort 1974 zum Ph.D. promoviert. Anschließend lehrte er von 1976 bis 1983 an der University of Bristol als Professor of Econometrics.

Der künftige Wirtschaftsnobelpreisträger Angus Deaton warnt Deutschland davor, zu viele Flüchtlinge aufzunehmen. Das Land werde balddas Limit erreichen, das es überfordert“. Deutschland habe schon eine “enorme Zahl an Flüchtlingen“ aufgenommen.

Die EU müsse vorsichtig sein: “Zu viele Einwanderer werden Europa destabilisieren, das ist klar.“

Quelle:  DE, Focus, 06.12.2015


George Jesus Borjas

George Jesus Borjas

US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler (Ökonom)
Professor für Volkswirtschaftslehre und Sozialpolitik an der Harvard University

Borjas machte 1975 seinen Ph. D. in Volkswirtschaftslehre an der Columbia University. Der Ökonom war von 1982 bis 1990 Professor für Volkswirtschaftslehre an der University of California und ist seit 1983 Mitglied des National Bureau of Economic Research.

Integration ist für Borjas nicht identisch mit Multikulti. “Die guten Taten haben Folgen‘‚, warnt Borjas. Soziale und politische Konsequenzen seien unausweichlich. “Es erstarken Kräfte, die die politische Landschaft völlig verändern könnten. Darüber sollte sich Deutschland Sorgen machen.“ Bereits die eine Million Flüchtlinge, die 2015 nach Deutschland kamen, seien “gewiss zu viel“.

Eine wichtige Rolle spiele dabei die Tatsache, dass die Flüchtlinge aus islamischen Ländern kommen. “Man verschließt seine Augen, wenn man das nicht sieht“, so Borjas.

Die dringendste Aufgabe sei, die Zuwanderung schnell zu begrenzen. “Deutschland hat die Kontrolle über seine Grenzen verloren. Ganz Europa hat die Kontrolle verloren.“, sagt Borjas. Wenn Deutschland das nicht in den Griff bekommt, müsse man sich nächstes Jahr über zwei oder drei Millionen Flüchtlinge Gedanken machen. “Damit wäre das Land überfordert.“

Quelle:  DE, Focus, 26.01.2016


Paul Collier

Paul Collier

Britischer Wirtschaftswissenschaftler (Ökonom)
Professor für Ökonomie
Seit 2008 ist er Commander of the Order of the British Empire

Collier ist Direktor des Zentrums für afrikanische Ökonomien an der Blavatnik School of Government der Universität Oxford. Davor war er Leiter der Forschungsabteilung der Weltbank. Er gehört zu den führenden Experten für afrikanische Wirtschaft und die Ökonomien der Entwicklungsländer.

Angela Merkel hat Schuld an der aktuellen Flüchtlingskrise. Diese Meinung vertritt der renommierte britische Ökonom Paul Collier.

Die deutsche Bundeskanzlerin habe mit ihrer Aussage, Europas Türen stünden offen, die aktuelle Entwicklung verursacht. “Bis zum vergangenen Jahr waren Flüchtlinge für Europa kein großes Thema. Ich verstehe bis heute nicht, warum Frau Merkel so gehandelt hat. Sie hat Deutschland und Europa damit definitiv ein gewaltiges Problem aufgebürdet, das sich nun auch nicht mehr so einfach lösen lässt.“

Collier sagte auch: “Deutschland hat trotz bester Absichten eher Tote auf dem Gewissen.“

Um die Flüchtlingskrise zu beenden, fordert Collier einen Kurswechsel der Politik. “Europa muss klar sagen, dass sich die Wohlstandsmigranten gar nicht erst auf den Weg zu machen brauchen. Und auch die Flüchtlinge, die sich in Sicherheit bringen wollen, können das nicht länger in Europa tun, sondern in den sicheren Nachbarstaaten, ganz so, wie es völkerrechtlich festgelegt ist.“

Quelle:  DE, Bayernkureier, 29.01.2016